IsoBuster, eine Gutenachtgeschichte

Kapitel I: IsoBuster, nur eine Idee.

Es war einmal, in einem fernen Land, da gab es CD-i. CD-i war ein Format von Philips, das in speziellen Philips-Konsolen, den sogenannten CD-i-Playern, abgespielt werden konnte. Es war ein merkwürdiges Format: Das CD-Layout wurde von normalen CD-ROM-Laufwerken oft nicht richtig verstanden (und wird es teilweise heute noch nicht), und das Dateisystem wurde (und wird) von Windows nicht unterstützt.

Zur gleichen Zeit lebte ein schräger Typ namens Peter, den seine Kollegen für ein bisschen verrückt hielten – tatsächlich halten sie ihn immer noch dafür. Peter besaß einen Haufen CD-i-Discs, und obwohl ihm klar war, dass sie sich nie wirklich auf einem Windows-PC abspielen lassen würden, wollte er den Inhalt sehen und Wege finden, ihn zu extrahieren – schließlich enthielten sie MPG-Streams seiner Lieblings-Monty-Python-Sketche und ähnliches Zeug.

Also schnallte sich Peter seinen Umhang um und machte sich auf, das Unmögliche zu vollbringen. Als Kämpfer im Umhang wurde er zuerst in einem Computerladen gesichtet, wo er sich ein Buch kaufte: „Lerne C++ programmieren in 21 Tagen". Er nahm sich 21 Tage frei und grub sich durch das Material. Es war eine spannende Zeit, und Peter lernte eine Menge.

Kapitel II: IsoBuster erstmal auf Eis gelegt.

Peter erkannte, dass er ein eigenes kleines Projekt brauchte, um das Gelernte tatsächlich in die Praxis umzusetzen. Und da er über das Programmieren und das CD-i-Format noch nicht genug wusste, schrieb er das Freeware-Programm „Easy CD Menu". „Easy CD Menu" war einzigartig und wahrscheinlich das erste seiner Art – die Idee war, Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Menü für all die Dateien zu erstellen, die sie auf ihre selbst erstellten CDs packen wollten. Eine Zeit lang entwickelte Peter „Easy CD Menu" weiter, lernte mehr übers Programmieren und saugte dabei so viel wie möglich über CD-Technologie auf. „Easy CD Menu" wurde beliebt, und Peter musste den Namen nach einer unschönen E-Mail von Adaptec in „Custom CD Menu" ändern. Sie behaupteten, wahrscheinlich zu Recht, dass der Name „Easy CD" markenrechtlich geschützt sei. Je mehr Peter übers Programmieren lernte, desto mehr merkte er, dass sein „Custom CD Menu"-Code nicht gerade ideal war, um es höflich auszudrücken. Er grub sich Tag für Tag durch einen Spaghetti-Code und entschied, dass die Zeit für „IsoBuster" gekommen war.

Kapitel III: IsoBuster, die frühen Tage.

Wieder ganz von vorne anzufangen, das waren aufregende Zeiten. Erst die Laufwerksschublade öffnen und schließen zu können, dann das Programm dazu zu bringen, Sektoren zu lesen usw. – das war faszinierend. Weil das Programm einen einprägsamen Namen brauchte, und weil das CD-i-Dateisystem dem ISO9660-Dateisystem ähnelt ... und weil es da war, um den Menschen zu Hilfe zu eilen ... entstand der Kämpfer im Umhang „IsoBuster". IsoBuster konnte CDs in ganz gewöhnlichen CD-ROM-Laufwerken in ganz gewöhnlichen Windows-95-PCs einbinden und den Dateiinhalt anzeigen und extrahieren! Und das alles, ohne Windows dafür zu nutzen, sondern indem die Windows-Dateisystemtreiber umgangen wurden und die gesamte Kommunikation und Interpretation selbst übernommen wurde. Tatsächlich konnte das Programm noch viel mehr: Es konnte auch normale (Nicht-CD-i-)CDs und Video-CDs einbinden und, wieder als Erstes seiner Art, CD-Abbilddateien wie *.ISO-Dateien öffnen. Dieses letzte Feature wurde sehr beliebt, und IsoBuster gewann dadurch stark an Popularität. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die CD-Formate weiter, CD-R/W-Laufwerke wurden erwachsen, neue optische Datenträgerformate wurden erfunden, andere Dateisysteme wie UDF reiften heran usw. Und Peter entwickelte das Programm immer weiter und machte es immer besser. Es machte ihm Spaß, Menschen dabei zu helfen, Daten von CD-i, CDs und DVDs verschiedenster Art und Formate zu retten. Wie jeder normale Kämpfer im Umhang hatte Peter einen anspruchsvollen Brotjob, bei dem er lange Tage arbeitete und viel reiste, aber wenn er etwas Freizeit hatte, schnallte er den alten Umhang um und kämpfte gegen den bösen Dämon „Datenverlust".

Als die Firma, bei der Peter seinen Brotjob hatte, beschloss, nach Taiwan zu gehen, musste er eine schwierige Entscheidung treffen. Er war einer der „glücklichen" wenigen, die gebeten wurden, als Expat mit dem Unternehmen nach Taipeh umzuziehen. Da er sich aber nicht vorstellen konnte, ins Ausland zu ziehen, lehnte er ab. Das Unternehmen bot ihm daraufhin schnell eine neue Stelle in einer anderen Firmenniederlassung an, die viel näher an seinem Wohnort lag, aber die lange Fahrt jeden Morgen und Abend war nichts, was er sich auf Dauer vorstellen konnte, also lehnte er wieder ab. Von nun an war er auf sich allein gestellt.

Kapitel IV: IsoBuster eilt zu Hilfe.

Heute ist Peter selbstständig und arbeitet immer noch mit viel Begeisterung an IsoBuster. IsoBuster, einst Freeware, ist jetzt Shareware, ABER alle kostenlosen Funktionen, die es einst hatte, sind immer noch vollkommen kostenlos. Nur bestimmte neuere Funktionen, wie UDF und HFS, erfordern eine Registrierung. Der Preis des Produkts wird bewusst niedrig gehalten, um jedem, der es braucht, eine Lösung bieten zu können. Software-Piraterie ist eine der größten Frustrationen für Peter, da sich jede gestohlene Kopie direkt im Geldbeutel bemerkbar macht. Um die Reinigungskosten für all seine Umhänge und Masken bezahlen zu können, übernimmt er Auftragsprojekte für andere Unternehmen – meist basierend auf der Technologie, die er so gut zu meistern gelernt hat. Das raubt der IsoBuster-Entwicklung wertvolle Zeit, aber die Dinge laufen nicht immer so, wie wir es uns wünschen.

Kapitel V: IsoBuster, Industriestandard.

IsoBuster und sein Autor genießen in der Branche der optischen Speichermedien hohes Ansehen. Neben der Datenrettung oder gelegentlichem Retten eines schreienden Mädchens aus einem brennenden Gebäude wird IsoBuster von verschiedenen Entwicklerteams in der Hard- und Softwarebranche eingesetzt. In der Forensik erweist sich IsoBuster als wertvolles Werkzeug im Kampf gegen Kriminelle – Usama, sei gewarnt. Viele Experten halten IsoBuster für das Beste seiner Art, und das nicht ohne Grund. Täglich entdecken Menschen die Leistungsfähigkeit von IsoBuster und finden neue, interessante Einsatzmöglichkeiten dafür, z. B. um Installations-CDs zu slipstreamen, CD- oder DVD-Layouts zu untersuchen und so weiter. Endanwender stellen fest, dass sie plötzlich CDs und DVDs lesen können, die mit Drag-&-Drop-Brennsoftware wie Direct CD, InCD, DLA, Drag2Disc usw. erstellt wurden – Daten, die sie für immer verloren glaubten. Menschen, die auf Mac-CDs mit ihren wertvollen Word-Dokumenten festsaßen, können diese nun auf ihren Windows-PC kopieren und wieder bearbeiten.

Eine vollständige und ausführliche Liste der Funktionen finden Sie unter: www.isobuster.com.

Kapitel VI: IsoBuster, die Zukunft.

Die Zukunft ist noch nicht geschrieben, und das ist gut so. Alles ist noch möglich, und wer weiß, welche interessanten Dinge noch auf uns zukommen. In der Zwischenzeit steht der Kämpfer im Umhang weiterhin zu Ihren Diensten, und der Kampf gegen den „Datenverlust" geht weiter. Genug Stoff für eine Fortsetzung.

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